186:10-Außenseiter gewinnt den 99. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf

Kronprinz krönt seine Leistung

Mit dem Überraschungssieg des 18,6:1- Außenseiters Kronprinz endete am Sonntag auf dem Grafenberg der 99. Große Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf. In dem Gruppe 3-Rennen über 1.700 Meter, das mit 55.000 Euro dotiert war, gewann der von Peter Schiergen in Köln trainierte Vierjährige nach einem Rennen aus dem Vordertreffen überlegen mit vier Längen gegen Ninario, der mit einer Nase vor Broderie blieb. Unter dem Franzosen Lukas Delozier verabschiedete sich Kronprinz in der Zielgeraden von den Gegnern. Auch ein zuvor erfolgter Fehlstart konnte den Erfolg des Außenseiters nicht verhindern.

Romsey für England

Im zweiten Tageshöhepunkt, dem mit 25.000 Euro dotierten Winterkönigin-Trial über 1.500 Meter, siegte mit Romsey eine englische Gaststute vor Soundmachine und Flamingo Girl. Hughie Morrison trainiert die vom Franzosen Gerald Mosse gerittene Zweijährige im englischen Newbury. „Es ist schön bei Euch. Wir kommen wieder.“, resümierte der erstmals in der Landeshauptstadt anwesende Galoppertrainer von der Insel, der am Morgen noch eine Stadtrundfahrt unternommen hatte.

Eine Stute für die Winterkönigin

Gleich zu Beginn der regenreichen Veranstaltung gab es einen sehenswerten Erfolg der von Trainer Miltcho Mintchev in Köln vorbereiteten zweijährigen Tabera. Überlegen stiefelte die Gleneagles-Tochter der Konkurrenz bei ihrem Debüt davon. „Da bleibt mir echt die Sprache weg, was soll ich da noch sagen“, kommentierte Siegjockey Filip Minarik. „Jetzt werden wir wohl in den Preis der Winterkönigin gehen“, zeigte sich auch Taberas Trainer Miltcho Mintchev sehr angetan von deren Leistung.
Tor für Kalifornia Queen
Das machte ebenso mächtig Eindruck! Gemeint ist der Debüt-Erfolg von Kalifornia Queen unter Andrasch Starke im zweiten Youngster-Rennen des Tages. Der neue Stalljockey des Kölner Trainers Henk Grewe zeigte einen Meisterritt und ließ der Konkurrenz keine Chance. Stall Torjägers (Lars Wilhelm Baumgarten, Sebastian Weiss, Nick Proschwitz) zweijährige Lope de Vega-Tochter empfahl sich damit für bessere Aufgaben und besitzt darüber hinaus eine Nennung für den Preis der Diana.

Enjama mit Köpfchen - 200.000:10 in der Viererwette

Am Ende wurde es im Klüh Security Preis noch einmal höllisch eng. Schließlich entschied ein Kopf zugunsten von Enjama, die die heranstürmende Ragazza noch knapp in Schach halten konnte. Erfolgstrainerin Regine Weißmeier freute sich über die Familien-Coproduktion. Denn Fabian Xaver Weißmeier ritt die Camelot-Tochter zum zweiten Sieg beim zweiten Start, nachdem das Pferd in England ersteigert worden war. Und Schwiegertochter Nadine zeichnet als Besitzerin. Toll in die Partie fand auch noch Lokalmatadorin Königin Simona für Grafenberg-Trainer Sascha Smrczek. Die Kamsin-Tochter endete auf Rang drei. Einmal getroffen wurde die Viererwette in der Reihenfolge Enyama, Ragazza, Königin Simona und Tshirina. Die Sensationsquote belief sich auf 200.000:10.

Hope Solo erfüllt alle Hoffnungen

„Wir haben mit Absicht die äußere Startbox beantragt“, kommentierte „Pinky“ Baltromei für Trainerin Olga Lazvnovska das hervorragende Laufen der Siegerin Hope Solo auf dem schweren Düsseldorfer Geläuf im Preis des Bürgerschaftlichen Engagements in Düsseldorf über 1.400 Meter. Gleichzeitig war es auch der 2. Tageserfolg für Jockey Andrasch Starke, der seine ganze Jockeyship benötigte um gegen den heranstürmenden Ice Club mit einem Hals die Oberhand zu behalten.

Caro Player allein auf weiter Flur

Einen überlegenen 4 1/2 Längen-Erfolg sahen die Besucher von Trainerin Yasmin Almenräders Caro Player. Dem sechsjährigen Wallach gelang beim zweiten Start für das Raffelberger Quartier der zweite Erfolg. Dabei fand Caro Player, der im Schweizer Besitz des Gestüt Weiherwiesen steht, sichtlich Gefallen am aufgeweichten Geläuf und stiefelte der Konkurrenz unaufhaltsam davon. Der Siegtoto zahlte 4,5:1. Im Sattel saß der Niederländer Adrie de Vries.

Rockwell Lloyd der finale Sieger der Düsseldorfer Saison 2019

Noch einmal eine spannende Kampfankunft erlebten die Besucher im abschließenden Marathon über 2.950 Meter. Schließlich hatte der aus Mülheim Ruhr angereiste Rockwell Lloyd unter Miguel Lopez das bessere Ende gegen Simbaya für sich. Doris Smith trainiert den Fast Company-Sohn am Raffelberg für Celina Lopez, die Schwester des Siegjockeys.

(29.09.2019)